Einlagensicherung

Im August 2015 ist das neue Gesetz zu Einlagensicherung und Anlegerentschädigung (ESAEG) in Kraft getreten.

 

Kundeneinlagen sind wie bisher bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesichert. In manchen Fällen sogar bis 500.000 Euro.

 

Sicherungseinrichtung der Bankhaus Krentschker & Co. AG ist die Einlagensicherung AUSTRIA Gmbh, Wipplingerstraße 34/DG 4, 1010 Wien.

 

Welche Einlagen sind gesichert? 

  • Wie bisher sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesichert. Dieser Betrag gilt grundsätzlich auch bei Gemeinschaftskonten je Kunde.
  • Neu: In Sonderfällen gilt für maximal 12 Monate eine erhöhte Einlagensicherung von bis zu 500.000 Euro – etwa bei Abfertigungsauszahlungen oder bei privaten Immobilienkäufen.
  • Neu: Auch Einlagen in allen Fremdwährungen sind gesichert.

  

Für wen gilt die Einlagensicherung? 

  • Wie bisher sind Einlagen von allen Kunden gesichert.
  • Neu: Bei Kommerzkunden sind künftig auch Einlagen von großen Kapitalgesellschaften gesichert (gemäß § 221 Absatz 3 UGB).

 

Für welche Konten gilt die Einlagensicherung?

Wie bisher gilt die Einlagensicherung für

  • Sparkonten und Sparbücher
  • Zahlungsverkehrskonten
  • Wertpapier-Verrechnungskonten
  • Bausparkonten

 

 

Welche Konten sind von der Einlagensicherung nicht betroffen?

Wie bisher sind nicht gesichert

  • Wertpapierdepots, diese sind durch die Anlegerentschädigung bis 20.000 Euro gesichert
  • Einlagen von institutionellen Kunden, etwa Banken, Versicherungen, Investmentgesellschaften, Pensions- und Rentenfonds
  • Einlagen von Bund, Ländern und Gemeinden

 

Wann tritt ein Sicherungsfall ein?

Die Einlagensicherung schützt Sie, wenn Ihr Erspartes von der Bank nicht ausbezahlt wird, weil:

  • über das Geldinstitut der Konkurs eröffnet wurde,
  • die Geschäftsaufsicht verhängt wurde,
  • eine Zahlungseinstellung verfügt wurde oder
  • die Finanzmarktaufsicht festgestellt hat, dass ein Geldinstitut aus finanziellen Gründen nicht in der Lage ist die fälligen Einlagen zurückzuzahlen und gegenwärtig keine Aussicht besteht, dass das Institut dazu künftig in der Lage sein wird.

  

Wie erfolgt die Auszahlung im Sicherungsfall?

  • Die Entschädigungszahlung erfolgt, ohne dass sie beantragt werden muss.
  • Für die Auszahlung stehen künftig zusätzlich auch Fonds zur Verfügung.
  • Die Banken zahlen in diese Fonds schrittweise bis 2024 ein.
  • Die bisherige geteilte Haftung für die Einlagensicherung entfällt (je zur Hälfte die Republik Österreich und die jeweilige Bank). Durch die vielfältigen Finanzierungs-Instrumente ergibt sich insgesamt eine Stärkung des Systems.
  • Die Auszahlungsfrist wird bis 2024 schrittweise von 20 auf 7 Arbeitstage verkürzt.

 

Sind meine Wertpapiere im Sicherungsfall gesichert? Die gesetzliche Anlegerentschädigung!

 

Grundsätzlich werden Wertpapiere, die auf einem Kundendepot liegen, von der Bank nur verwahrt. Sie sind Ihr Eigentum und müssen Ihnen jederzeit ausgezahlt oder auf ein anderes Depot übertragen werden – auch im Sicherungsfall.

Sollte das wider Erwarten nicht möglich sein, so kommt die  Anlegerentschädigung zu tragen. Dabei sind die betroffenen Wertpapiere bis zu maximal 20.000 Euro gesichert. Als juristische Personen erhalten Sie 90 % der Forderungen – aber ebenfalls höchstens 20.000 Euro.

Guthaben, die sich auf Ihren Konten befinden, werden durch die Einlagensicherung abgedeckt, z. B. Guthaben von Ausschüttungen auf Wertpapier-Verrechnungskonten.