08. Juni 2018

Mind The Gap - Marktkommentar

Die aktuellen Herausforderungen für Anleger und Investoren sind mannigfaltig: Italien versinkt im Politchaos, auch Spanien erlebt bewegte politische Zeiten, der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi geht nächstes Jahr in Pension – was den Kurs der EZB in Zukunft ändern könnte – und die Einführung von Strafzöllen durch die USA sorgt zusätzlich für wirtschaftspolitische Spannungen. In diesem Umfeld rät das Bankhaus Krentschker einmal mehr dazu, kühlen Kopf zu bewahren, um Fehler im Anlegerverhalten durch rasche und emotional gesteuerte Reaktionen zu vermeiden.

 

 „Behaviour Gap“ vermeiden.

Auch wenn im Moment der Entscheidung immer scheinbar rationale Gründe ausschlaggebend sind, baut sich das Gehirn tatsächlich aus allen möglichen (Halb)-Informationen eine scheinbar „logische“ Entscheidungsgrundlage zusammen, die sich im Nachhinein fast immer als falsch herausstellt. Diese Differenz im Ergebnis wird in der Wissenschaft auch „Verhaltenslücke“ oder „behavior gap“ genannt. Das Bankhaus Krentschker setzt in seiner Anlagestrategie konsequent darauf, quasi im Sinne von „mind the gap“, sich nicht vom Herdentrieb mitreißen zu lassen. Der „behavior gap“ wird mit BalanceOne®, der Vermögensstrategie der Privatbank Krentschker, verhindert. Dabei wird die mit dem Kunden vereinbarte Vermögensstruktur durch das so genannte Rebalancing, einer Umschichtung zwecks Wiederherstellung einer zu erzielenden Vermögensallokation, langfristig konstant gehalten.


Kurse sind Emotionen
Mit Aktieninvestments ist man langfristig in Unternehmen investiert, erinnern die Experten von Krentschker. Tägliche Aktienkurse seien in der Regel bloß ein Schaubild des emotionalen Zustandes der Investoren und nicht der Ertragskraft des jeweiligen Unternehmens. Nachrichten, wie sie derzeit die Märkte beschäftigen, und emotional getriebene Verkäufe von vielen Marktteilnehmern führen immer wieder zu Kursrückschlägen. Davon sollte man sich aber nicht beirren und schon gar nicht insofern anstecken lassen, Tag für Tag die Kurse zu beobachten, rät Krentschker. Um falsche Anleger-Entscheidungen zu verhindern, ist es am Ziel führendsten, die Aufteilung der Investitionen in Aktien, Anleihen oder sonstige Anlageklassen zu überprüfen. Solange diese mit der individuellen Lebenssituation übereinstimmt, könne man dem bunten Treiben an der Börse gelassen zusehen. Nur wer langfristig investiert bleibt, kann sich den Zinseszinseffekt zunutze machen und schlussendlich auch für sich selbst die Erträge, die die Aktienmärkte langfristig bieten, erreichen, so der jüngste Marktkommentar von Krentschker.


Kosten nicht entscheidend
Auch die Kosten der Vermögensverwaltung sollten nicht entscheidend für Anlegerentscheidungen oder eine Änderung der Strategie sein. Ob man seine langfristige Strategie mit kostengünstigen ETF´s (exchange-traded funds) oder etwas teureren aktiv verwalteten Fonds umsetzt, bleibe schlussendlich eine Glaubensfrage, so Krentschker. Untersuchungen haben gezeigt, dass der größte Einflussfaktor, warum Anleger bei weitem nicht die Ergebnisse erreichen, die der globale Aktienmarkt (z. B. MSCI World Aktienindex) bietet, nicht die Kosten sind, sondern das menschliche Fehlverhalten. Besonnen bleiben und nüchtern analysieren, ist deshalb das Gebot der Stunde, empfiehlt Krentschker.

 

 

 


 

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