27. April 2018

Einzelaktien nur für robuste Nerven – Marktkommentar

Wer ruhig schlafen möchte, sollte von Aktien-Einzelinvestments die Finger lassen, rät das Bankhaus Krentschker. Ob Tesla die künftige Automobilwelt beherrschen wird, Amazon den Einzelhandel weltweit ausradiert oder die Aussichten für Öl-Aktien triste sind, wenn am Ende des Tages alle ein Elektroauto fahren und jede Hausfassade eine Photovoltaik-Anlage ist, fällt immer in das Reich der Spekulation – auch wenn es für den Moment logische Erklärungen gibt, die ökonomisch sonnenklar und begründbar erscheinen. In der Praxis des Vermögensmanagements ist die Frage nach dem ultimativen Aktientipp an der Tagesordnung, so die Berater des Bankhauses Krentschker, die einen Blick in die Vergangenheit empfehlen, um die Gefahren der Käufe von Einzeltiteln besser einschätzen zu können:

Blasen der Vergangenheit
1999 fand das Internet seinen Weg an die Börse. Unternehmen wie America Online (AOL) und viele andere Dotcom-Firmen ließen die prognostizierten Wachstumsraten bestehender Industrien alt aussehen. Die Trennung in New und in Old Economy war geboren. Der Ausgang der Geschichte ist bekannt.

In der nächsten Hausse setzten die Investoren nicht mehr auf Luftschlösser, sondern auf Immobilienwerte. Bis 2006 führte kein Weg an ihnen vorbei. Die Anleger hatten gelernt und investierten nicht mehr in Zukunftsprojektionen, sondern in echtes Betongold, mit echten Mietern, die echte Rendite ablieferten und das alles scheinbar risikolos. Auch diese Geschichte hat nicht gut geendet: Sie war der Grundstein einer der größten Krisen in der Börsengeschichte.

Spekulanten sorgen immer wieder dafür, dass Aktien einmal himmelhoch steigen und dann wieder in tiefste Abgründe fallen. Das heißt, für Einzelkäufe von Aktien braucht der Investor eine vermeintlich klare Zukunftsüberlegung, eine breite Streuung, langfristiges Denken, aber vor allem ein robustes Nervenkostüm.

Glück statt Wissen
Ob man mit punktierten Aktienkäufen Geld verdient, hat nie mit Wissen, sondern immer mit Glück zu tun, so Krentschker. Anders gehen professionelle Investoren mit dem Thema Aktien um: Sie wissen, dass Aktien ein wunderbares Instrument sind, um an der globalen Entwicklung der Wirtschaft zu partizipieren. Sie wissen aber auch, dass es unmöglich vorherzusehen ist, wann und wo die Kurse als nächster steigen bzw. fallen und man nur erfolgreich sein kann, wenn man breit gestreut mit dem notwendigen langfristigen Horizont in den Aktienmarkt investiert. Es gilt, Schwankungen diszipliniert durchzuhalten. Möchte man sogar die Königsdisziplin – das antizyklische Handeln – umsetzen, dann hilft das Vertrauen zu einem Partner, der kauft, „wenn die Kanonen donnern und verkauft, wenn der Himmel voller Geigen hängt“. Das BalanceOne®-Konzept des Bankhauses Krentschker verfolgt genau diese konsequente Strategie und wird daher von den Kunden des Bankhauses zunehmend nachgefragt.


 

Ansprechpartner

 

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