20. April 2018

Aktien: Emotion versus Fundamentaldaten – Marktkommentar

Das erste Quartal des Jahres hat den Finanzmarkten einiges an Aufregungen beschert – mit einem „Match“ zwischen Emotionen und Fundamentaldaten. Oberhand haben vorerst die Emotionen behalten: Tagespolitische Themen bestimmen das Geschehen, während – gute – fundamentale Unternehmensdaten zweitrangig sind, schreibt das Bankhaus Krentschker in seinem aktuellen Marktkommentar.

Wende durch Quartalsergebnisse?
Die kommenden Quartalsergebnisse, mit denen die Unternehmen ihre Gewinne für das 1. Quartal 2018 veröffentlichen werden, könnten das Blatt jedoch wieder wenden. Die Prognosen für die bedeutendsten börsennotierten US-Unternehmen, zusammengefasst im S&P 500-Aktienindex, liegen bei einem zweistelligen Gewinnwachstum. Diese sehr große fundamentale Unterstützung dürfte sich schlussendlich auch wieder in steigenden Aktienkursen widerspiegeln, so die Marktmeinung der Experten bei Krentschker. Dass die US-Notenbank FED die Zinsschrauben weiter anzieht, sei nämlich nicht zwangsläufig ungünstig für die Aktienmärkte. Die Vergangenheit lehre, dass Phasen mit steigenden Zinsen meist sogar mit höheren Aktienkursen verbunden waren. Zudem bewegen sich die derzeitigen Renditen – trotz der jüngsten Aufwärtstrends insbesondere in den USA – vergleichsweise immer noch auf einem sehr niedrigen Niveau, sodass aus Sicht von Krentschker Aktien ein attraktives Investment bleiben.

Renditen immer noch extrem niedrig
Aktuell notieren die nominellen Renditen für 10-jährige US-Staatsanleihen bei ca. 2,85 %. Vor der Finanzkrise im Jahr 2007 lag dieser Wert bei knapp über 5 % und 1999, also zu Zeiten der Internet-Euphorie, gar bei fast 7 %. Und Europa ist immer noch meilenwert entfernt von Zinsen oder Renditen, die diese Bezeichnung überhaupt verdienen.


Für den Anleger bedeutet dieses Umfeld jedoch: aufmerksam und diszipliniert bleiben, so Krentschker. Wenngleich auch die globalen Anleiherenditen noch bei weitem keine attraktive Alternative für den Investor darstellen, so bedeuten jedoch weiter steigende Renditen im Umkehrschluss Kursverluste bei Anleihen. Auf eine gute Ausgewogenheit in der Gewichtung von Aktien und Anleihen – je nach Risikoneigung – sollte daher das Augenmerk gerichtet werden.

 

Turbulenzen bieten gute Chancen

An den Aktienmärkten könnte es in nächster Zukunft immer wieder turbulent werden – vor allem, wenn Emotionen und psychologische Effekte kurzfristig in den Vordergrund rücken. Krentschker erwartet somit, dass die Zeiten der geringen Volatilitäten endgültig vorbei sind und es immer wieder zu scharfen Korrekturen kommen wird – wie etwa der höchste Punkteverlust des Dow Jones Anfang Februar gezeigt hat. Solche Situationen sind hervorragend geeignet, um den Grundstein für eine zukünftige attraktive Performance des Depots zu legen. Nämlich dann, wenn es gelingt, die Emotionen beiseite zu schieben und zu günstigen Kursen zu kaufen: Wer sich im Februar von den Crashmeldungen nicht anstecken ließ und in das Krentschker-Aktienportfolio eingestiegen ist, liegt heute mit schon wieder im Plus. Auch bei euphorisch steigenden Kursen hilft ein kühler Kopf. In solchen Phasen empfiehlt Krentschker, Gewinne mitzunehmen, auch wenn die Märkte weiter steigen.


Mit dem Konzept BalanceOne® deckt Krentschker in seinem Vermögensmanagement beides ab: Wie ein persönlicher Fitnesscoach, der täglich gnadenlos an eine Sporteinheit erinnert, nützt BalanceOne® die Hysterie an den Börsen und kauft oder verkauft – je nachdem in welche Richtung eine Übertreibung stattfindet. Trotz aller Schwankungen und Tweets von Präsidenten blickt Krentschker optimistisch in die Zukunft und hält es mit Warren Buffet und seiner letztjährigen Aussage: Die besten Zeiten liegen erst vor uns. Mit einer Einschränkung – wenn man diszipliniert bleibt.


 

Ansprechpartner

 

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